Schauspiel -> HM 48 - Der Naumburger Meister

Handwerk hat goldenen Boden - so sagt man seit alters her. Diesen Spruch lasst uns ins Mittelalter verfolgen und allsogleich zu den angesehendsten Gewerke, den Steinmetzen eine ehrbare Zunft, damals wie auch heute noch. Besonders an Gotteshäusern waren die geschicktesten Meister dieser Zunft am Werke, speziell an den Domen, in denen ehrwürdige Bischöfe ihres geistigen Amtes walteten zu Nutz und Frommen aller Frommen - und das waren ja damals alle Menschen noch, sowohl in Hütten als auch in Palästen. War solch ein Meister darüber hinaus begnadet - denn er schuf etwas für die Ewigkeit, blieb dabei selbst so bescheiden, die wir vor seinen Schöpfungen verharren, und nicht mal seinen Namen kennen. Den Reimser nannte man unseren Meister und war auf Wanderung von Kathedrale zu Kathedrale, um sich in seinem Handwerk zu vervollkommnen. In Frankreich wurden alle Künste gefördert und die Gothik hatte ihren Ausgang genommen. Später geriet er in einen Konflikt mit seinem Auftraggeber, dem Klerus und brachte damit mehr Spannung in sein Leben, als ihm lieb war. Begegnen wir ihm doch in einer Zeit, in der Pracht- und Machtentfaltung , Luxus und Wohlleben diesen Klerus kennzeichneten, der sich über die Jahrhunderte vom schlichten Verkünder christlicher Glaubenslehren zum ehrgeizigen Feudalherren aufgeschwungen hatte. Die einfachen Menschen beriefen sich auf die Heilige Schrift, die ihnen Trost im Jammertal ihres Daseins bot. Also musste schließlich solcherart gefährlicher Misswuchs ausgemerzt werden - so wie man Unkraut ausreißt und verbrennt, damit die gute Frucht ungestört reifen kann. Das hatte auch unser Meister nicht kalt gelassen, der seinen Weg über Metz nach Mainz nachdenklich und grüblerisch fortsetzte. Dort bakam er am bischöflichen Dom anspruchsvolle Aufgaben, die seiner herausragenden Begabung gerecht wurden. Dieses sprach sich nun in deutschen Landen herum, so dass schließlich Bischof Dietrich von Naumburg den Reimser an seinen Dom warb, den er zu seinem Ruhm zu erweitern und auszuschmücken gedachte.

Darsteller: 9 m, 11 w, 3 Kinder
Bühnenbild: 4
Anzahl Akt(e): Historisches Schauspiel in 9 Aufzügen
Autor: Dr. Volker Püschel
Preis (€): 0.00

©2006 Ostfriesischer Theaterverlag

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